Dokumentation eines Flugblatts vom Frühjahr 2001

Demonstration für ein neues Autonomes Zentrum

AZ? Was ist das? Das Autonome Zentrum Heidelberg (AZ) wurde nunmehr vor über zwei Jahren abgerissen, trotz der Zusage der Oberbürgermeisterin Beate Weber (SPD), das AZ nicht ohne gleichwertigen Ersatz räumen zu lassen. Permanent werden seitdem Verhandlungsversuche über neue Räumlichkeiten für ein selbstverwaltetes Zentrum von der Stadt abgeblockt. Das AZ war ein Raum für verschiedene politische Gruppen und nicht-kommerzielle Kulturveranstaltungen. So fanden regelmäßig Konzerte, Infoveranstaltungen und Partys (wie "shut up and dance") statt. Auch verschiedener Fachschaften (z. B. der am Institut für Politische Wissenschaft oder Ethnologie) konnten dort ihre Partys feiern. Dementsprechend gaben bei einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Soziologie zur "Freizeitgestaltung Heidelberger Studierender" 20 Prozent an, regelmäßig Veranstaltungen im AZ besucht zu haben. Noch eindeutigere Ergebnisse zeigt eine ebenfalls repräsentative Studie des Instituts für Politische Wissenschaft: demnach sind 80 (!) Prozent der 18 bis 35-Jährigen unter den Heidelberger BürgerInnen für ein neues Autonomes Zentrum! Umso unverständlicher ist die fortwährende Blockadepolitik seitens der Stadt Heidelberg, wo kein einziges unkommerzielles (Jugend-)Zentrum seinen Platz hat. Geeignete, ungenutzte Gebäude gibt es genug! Durch zahlreiche Aktionen haben AZ-SympathisantInnen immer wieder auf die Raumnot aufmerksam gemacht. Also kommt zur Demonstration für ein neues Autonomes Zentrum in Heidelberg, für selbstverwaltete Politik- und Kulturzentren.